Digitalkameras

Risiken bei Diebstahl

Digitalkameras sind "beliebte" Diebstahlobjekte.

Häufig befinden sich auf der Speicherkarte Bilder von Personen. Dies führt zu der Frage, welche technischen und organisatorischen Maßnahmen Verantwortliche ergreifen müssen, wenn sie solche Kameras aufbewahren. 

In einer Kindertagesstätte  wurde eine Digitalkamera gestohlen wurde. Auf ihr befanden sich Bilder von Kindern.

Die Datenschutzaufsicht hebt Folgendes hervor:

  • Die Kamera in einem verschlossenen Schrank aufzubewahren, ist nicht ausreichend.
  • Erforderlich ist es vielmehr, die Speicherkarte getrennt von der Kamera aufzubewahren.
  • Alternativ erscheint es denkbar, die Fotografien nach der Aufnahme auf einen Server zu übertragen und sie auf der Speicherkarte zu löschen.
  • Dabei ist allerdings zu beachten, dass sich Fotografien auf einer Speicherkarte in der Regel wiederherstellen lassen. Eine spezielle Lösch-Software zu verwenden, die das ausschließt, ist deshalb in Erwägung zu ziehen.

 

Klassische Datenpanne

Offener Mailverteiler

Eine E-Mail soll gleichzeitig an eine größere Zahl von Adressaten gehen. Aus Unerfahrenheit oder auch aus Gleichgültigkeit schreibt der Absender der Mail alle Adressaten entweder in das "An-Feld" oder in das "Cc-Feld". Die Folge: Jeder Adressat kann sehen, an wen die E-Mail sonst noch ging. Das ist in der Regel ein meldepflichtiger Datenschutzverstoß.

 

  • Bei E-Mail-Adressen handelt es sich um personenbezogene Daten. 
  • Einen offenen E-Mail-Verteiler zu verwenden, ist datenschutzrechtlich unzulässig, es sei denn, die Inhaber der E-Mail- Adressen haben dazu ihre Einwilligung erteilt. 
  •  Sind die E-Mail-Adressen in das An oder Cc-Feld eingetragen, sehen sowohl die unmittelbaren Empfänger (An-Feld) als auch die Empfänger der Kopien (Cc-Feld) dieser E-Mail, an wen der Absender diese Nachricht sonst noch geschickt hat. 
  • Nur eine Eintragung der E-Mail-Adressen in das Bcc-Feld vermeidet die Übertragung der E-Mail-Adressen an die Empfänger, sodass niemand erkennen kann, wer diese E-Mail sonst noch erhalten hat. 
  • Durch die unbefugte und nicht notwendige Offenlegung der E-Mail-Adressen werden sie den anderen Adressaten bekannt. Ein Missbrauch lässt sich zumindest nicht ausschließen, sodass regelmäßig von einem meldepflichtigen Vorgang auszugehen ist

Oktober 2021

+++ Quelle: Datenschutzpraxis, Ausgabe 10.21, Dr. Eugen Ehrenmann +++

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